Samstag, 13. Oktober 2012

Frau Gerolds Garten

Während den wärmeren Monaten gab es in der Gartenwirtschaft und auf der Sonnenterrasse am Mittag und am Abend verschiedene Menüs, z.T. mit Zutaten aus dem eigenen Garten. In der kühleren Jahreszeit bietet ein Zelt Schutz vor der Kälte. Während der Wildsaison gab es ein Wildmenü, das wir gekostet haben (siehe unten). Ab November verwandelt sich das Zelt in eine Chäs-Stube mit Fondue und Raclette. 

Essen 4/5
Der Dreigänger für 68.- ist der Wildsaison gewidmet und überzeugt auf der ganzen Linie: Der Hirschsalsiz wird als Gruss aus der Küche auf dem Holzbrett zum Selberschneiden serviert und stimmt den Gaumen mit seinem würzigen Aroma wunderbar ein. Die Marronisuppe mit Hirschravioli-Einlage ist leichter und komplexer im Geschmack, als wir es kennen. Auf unsere Nachfrage erfahren wir, dass der Wildfond hier zusätzlich Gout gäbe. Als Hauptgang kommt eine Wildvariation auf den Tisch, zartes Hirschentrecôte fein mit Crêpes und Mangold umrollt, Rehkeule, karamelisierter Sauerrahmflan und Wurzelgemüse. Zum Dessert dann Schokoladenmousse und luftiger Biscuitkuchen mit leichter Vanillecrème und Beerencoullis. Alles frisch und gut gekocht. Die gelungene Komposition und die frische Qualität gefallen uns. Schade: Das Essen wird nicht allzu heiss serviert (dazu mehr unten).

Ambiente 5/5
Die Gartenbeiz hat für die Herbstsaison ein schön gestaltetes Zelt bekommen, das äusserst stimmungsvoll und gemütlich eingerichtet ist. Man hat Platz und genügend Privatsphäre zum Reden. 

Service 5/5
Die Bedienung ist wunderbar zuvorkommend und sichtlich bemüht, uns einen angenehmen Abend zu verschaffen. Dass es wirklich kalt ist in diesem Zelt, versuchen die Gastgeber mit Wolldecken und mit auf Wunsch serviertem heissem Tee abzufangen. Ausser dass so das Essen nur lauwarm auf den Tisch kommt, stören und die tiefen Temperaturen nicht allzu sehr. Aber entsprechend warme Kleidung ist unerlässlich, wenn man den Abend wirklich geniessen möchte.

Anlass
Kälteresistente Truppe, die Zeltromantik zu schätzen weiss. 

Koordinaten
Frau Gerolds Garten
Geroldstrasse 23
8005 Zürich
078 971 67 64


Freitag, 12. Oktober 2012

Restaurant Engiadina in Zuoz

Essen 5/5
Obwohl uns auch die Menüs auf der Abendkarte gereizt hätten, entscheiden wir uns für das Spezialmenü passend zur herbstlichen Jahreszeit: Gemsschnitzel an Gewürzjus mit Preiselbeeren, Engadiner Brotknödel und Wildgarnitur (à Fr. 54.-), was wir keineswegs bereuen. Das Fleisch war zart und die Brotknödel passen gut dazu. Das Highlight aber ist die Wildgarnitur. Insbesondere die eingelegten Aprikosen vermögen zu begeistern. Als Amuse-Bouche gibt es ein Rosmarinfochaccia und ein Dreierlei aus einem Hirschravioli, einem Steinpilzsüppchen und einem Stückchen Lachs auf Guacamole. 

Ambiente 5/5
Hier geht es ganz ohne modernen Schnickschnack: Im Speisesaal dominiert Holz, was ihm ein gemütliches Ambiente verleiht. Dass das Restaurant zu einem 4-Stern-Hotel gehört, merkt man daran, dass alles gepflegt und elegant daherkommt.

Service 4/5
Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam; fast ein bisschen zu sehr, spaziert doch alle paar Minuten eine Mitarbeiterin an unserem Tisch vorbei, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. Das liegt aber wohl daran, dass wir fast die einzigen Gäste sind (die Hotelgäste dinieren in einem separaten Speisesaal) und somit ihre ungeteilte Aufmerksamkeit geniessen.

Anlass
Wer sich nach einer Wanderung, einem Tag auf den Ski oder auch einfach mal so mit einem feinen Abendessen verwöhnen will, ist hier genau richtig. Für diejenigen, die jedoch nicht so viel für ein Abendessen ausgeben möchten, gibt es in Zuoz andere Varianten. Mehr dazu ein anderes Mal.

Koordinaten
Hotel Engiadina
7524 Zuoz
081 851 54 54
mail@hotelengiadina.ch
www.hotelengiadina.ch